Kirchen in Hessen verstärken Kooperation – Arbeitsbereich Ökumene wächst in Frankurt zusammen

Frankfurt a.M. / Darmstadt / Kassel, 30. Januar 2014. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) verstärken ihre Zusammenarbeit beim Thema Ökumene. Am Donnerstag sind dazu im evangelischen „Zentrum Ökumene“ in Frankfurt am Main drei neue Mitarbeiter aus der EKKW für den Dialog mit anderen Religionen, für Weltanschauungsfragen und den kirchlichen Entwicklungsdienst eingeführt worden. Der Leiter des Zentrums, Oberkirchenrat Detlev Knoche, bezeichnete dies als „ganz entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen ‚Zentrum Ökumene – Mission – Weltverantwortung‘ der beiden evangelischen Kirchen“. Es soll bis 2015 in Frankfurt an der Praunheimer Landstraße entstehen.

ZOE-Herrmann

Andreas Herrmann: Dialog der Religionen ist mehr als gute Nachbarschaft

Für den Dialog mit anderen Religionen, insbesondere dem Islam, ist künftig in EKHN und EKKW der frühere Kasseler Theologe Andreas Herrmann zuständig. Er war zuletzt Beauftragter für den christlich-islamischen Dialog in der EKKW. Für Herrmann stehen beim Dialog der Religionen konkrete gesellschaftspolitische Fragen im Zentrum. „Für eine zukünftige Dialogarbeit kann es nicht genügen, nur eine ‚gute Nachbarschaft‘ anzustreben. Die drängenden Fragen der Weltgemeinschaft nach sozialer Gerechtigkeit, dem Klimawandel und dem Frieden verlangen nach interreligiösen Antworten“, so Herrmann. Der 51 Jahre alte Pfarrer studierte in Heidelberg, Montpellier und Tübingen Theologie. Nach seinem Vikariat in der Kirchengemeinde Niedermittlau (Kirchenkreis Gelnhausen) war er ab 1995 Pfarrer in Neuenhaßlau (Kirchenkreis Gelnhausen). Ab dem Jahre 2000 arbeitete er für drei Jahre als Dozent am Kulp-Bible-College, einer theologischen Ausbildungsstätte in Mubi (Nordnigeria). Ab 2003 war er dann wieder Gemeindepfarrer an der Altstädter Kirche in Hofgeismar, bis er 2012 seinen Dienst als Referent für christlich-islamischen Dialog der EKKW antrat.

ZOE-Koch

Oliver Koch: Menschen helfen, sich in religiöser Landschaft zurecht zu finden

Der neue Beauftragte für Weltanschauungsfragen in beiden evangelischen Kirchen ist der 41 Jahre alte Oliver Koch. Der evangelische Theologe und Religionswissenschaftler will Ratsuchenden helfen, „sich in der religiösen Landschaft unserer Gegenwart zurecht zu finden“. Dazu gehörten beispielsweise Informationen für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Interessierte zum Thema Sekten. Koch bietet aber auch seelsorgliche Begleitung für Menschen an, die „auf dem Markt der neuen Sinnanbieter belastende Erfahrungen gemacht haben“. Koch studierte evangelische Theologie und Religionswissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und in Marburg. Sein Vikariat absolvierte er in Schweinsberg (Kirchenkreis Kirchhain). Danach arbeitet er von 2002 bis 2009 als Pfarrer am Kloster Haina und als Klinikseelsorger am Zentrum für soziale Psychiatrie der Heilpädagogischen Einrichtung und dem Wohn- und Pflegeheim des Landeswohlfahrtsverbandes in Haina. Zuletzt war er Gemeindepfarrer in Großseelheim (Kirchenkreis Kirchhain).

Helmut Törner-Roos

Helmut Törner-Roos: Bewusstsein für weltweite Zusammenhänge schaffen

Für entwicklungspolitische Fragen in beiden Kirchen wird künftig Helmut Törner-Roos verantwortlich sein. Der 56 Jahre alte Pfarrer war bereits in der EKKW Referent für den Kirchlichen Entwicklungsdienst und beispielsweise für die Vergabe von weltweiten Fördermitteln in der Bildungsarbeit verantwortlich. Törner-Roos ist es wichtig, „über den eigenen Tellerrand zu schauen und ein Verständnis für weltweite Zusammenhänge zu schaffen“. So gehöre zum Einsatz für mehr Gerechtigkeit nicht nur die Unterstützung von Projekten der Partner im Süden, sondern auch „ein anderes Bewusstsein, eine andere Politik und eine andere Praxis im eigenen Land“. Törner-Roos studierte evangelische Theologie in Marburg, Heidelberg und Manila (Philippinen). Sein Vikariat absolvierte er in Rodenbach (Kirchenkreis Hanau-Land). Von 1986 bis 1994 war er Gemeindepfarrer in Niedermittlau (Kirchenkreis Gelnhausen). Danach arbeitete er bis 2001 als Schulpfarrer an der Kopernikusschule in Freigericht. Von 2001 bis 2010 war er Studienleiter am Pädagogisch Theologischen Institut der EKKW in Kassel, bevor er 2010 Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst in der EKKW wurde.

Information für Redaktionen: Fotos
Portraits der neuen Referenten sind beim entsprechenden Beitrag unter www.ekhn.de/presse herunterladbar.

Verantwortlich: Volker Rahn, Pressesprecher EKHN / Petra Schwermann, Pressesprecherin EKKW

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