Ungerechtigkeit in Korea bedroht Gerechtigkeit weltweit

Das Treffen des EMS-Missionsrats in Gwangju beginnt mit einem Austausch der ersten Eindrücke und Erfahrungen in Korea – Presseerklärung der EMS …

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Der internationale Missionsrat der EMS-Gemeinschaft trifft sich vom 25.-29. Juni in Gwangju / Südkorea. Marianne Wagner, Vorsitzende des Missionsrates, begrüßt die 24 Delegierten im Eröffnungsgottesdienst. Während des Gottesdienstes teilen Mitglieder des Missionsrates aus vier verschiedenen Ländern ihre Eindrücke und Gefühle über Korea.

Habib Badr von der Nationalen Evangelischen Kirche in Beirut fühlt sich durch die Geschichte der koreanischen Demokratiebewegung an den Arabischen Frühling erinnert. Die Gruppe hatte an diesem Tag das Denkmal des Aufstandes vom 18. Mai 1980 besucht. „Die Geschichte des Kampfes für Demokratie in Korea bewegt mich sehr und ich bin tief beeindruckt von der Erinnerungskultur in diesem Land. Erinnerungen zu bewahren, ist der erste Schritt eines Heilungsprozesses“, so Detlev Knoche von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Auch Samuel Odjelua von der Presbyterianischen Kirche von Ghana teilt seine ersten Eindrücke: „Dieser Besuch bedeutet mir sehr viel. Seit langem kenne ich die koreanischen Kirchen als Partner aus unserer trilateralen Partnerschaft zwischen Deutschland, Korea und Ghana. Aber jetzt lerne ich mehr über die koreanische Geschichte, die Schwierigkeiten koreanischer Christinnen und Christen und ich stelle fest, dass wir vieles gemeinsam haben und uns gegenseitig unterstützen können. Ungerechtigkeit, die in Korea geschieht, bedroht die Gerechtigkeit weltweit.“ Pfarrer Odjelua drückt zudem seine Freude darüber aus, dass er durch seinen Besuch in Korea die trilaterale Partnerschaft mit Leben füllen kann.

„Partnerschaft bedeutet, im persönlichen Austausch voneinander zu lernen, es bedeutet Gedanken und Gefühle zu teilen und somit auch Lasten miteinander zu teilen“, sagt Marianne Wagner im Anschluss. „Ich bin sehr dankbar, dass wir unsere Erfahrungen und Gedanken miteinader teilen konnten. Das zeigt, dass wir als Misssionsrat mehr sind als ein administratives Gremium. Wir sind eine Gemeinschaft in Christus, berufen Verbindungen untereinander zu pflegen.“

Karina Schumacher

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