„Es geht, wenn man geht!“

21 km liegen hinter uns von Montfaucon en Velay nach St-Jeures. Das Wetter war herrlich und am Nachmittag steile Anstiege. Auf 1.052 m ein sehr angenehmes Klima und Nachts kühlt es wunderbar ab. Wir alle haben heute einen eigenen kleinen Satz zum meditieren bekommen: „Es geht, wenn man geht!“

Zunächst hat der Satz Wiederstände in mir geweckt: wenn die Füße schwer werden und die Hüfte schmerzt geht es nicht sehr gut, wenn man geht! Aber bei längerem Nachdenken fand ich dann doch gefallen an dem Satz. Es ist ja tatsächlich so, dass Dinge möglich werden wenn man voran geht, wenn man über den eigenen Schatten springt, wenn man neues wagt, wenn man voraus blickt, wenn man eingefahrene Denkmuster überwindet, wenn man neue Wege geht.

Am Nachmittag erreicht uns die Nachricht von den gefangenen UN-Soldaten auf den Golan Höhen. Gestern bekam ich einen Bericht über die schrecklichen Zerstörungen im Gaza Streifen und die vielen Menschen, die obdachlos sind. Dazu die Bilder von den Christenverfolgungen im Irak. Alles unbegreiflich und ich bin überzeugt auch hier gilt: nur neue Wege, neues Denken jenseits von militärischen Lösungen und Gewalt kann langfristig Frieden wachsen lassen.

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