Frankfurt – Religionen wollen gemeinsam Zeichen für Frieden setzen

Juden, Christen, Muslime und Buddhisten treffen sich Sonntag (28. September) um 16 Uhr zu einer „Feier für den Frieden“ in der Frankfurter Paulskirche und wollen damit ein Zeichen für mehr Miteinander setzen.

Christen, Juden, Muslime und Buddhisten aus ganz Hessen wollen am kommenden Sonntag, den 28. September um 16 Uhr in der Frankfurter Paulskirche gemeinsam ein Zeichen gegen den Krieg setzen. Unter dem Motto „Religionen feiern den Frieden“ kommen Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften an dem symbolischen Ort der deutschen Demokratie zusammen. Beteiligt sind Daniel Neumann, der Direktor des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Hessen, die beiden christlichen Vertreter Gabriele Scherle, Pröpstin für Rhein-Main der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Frankfurter Stadtdekan der Römisch-Katholischen Kirche Johannes zu Eltz, sowie der Muslim Abderrahim en Nosse vom Rat der Religionen in Gießen und der Buddhist Andreas Ansmann vom Tibethaus in Frankfurt.

Religionen treten an symbolischem Ort der Demokratie  auf

Nach Angaben des Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, das die Veranstaltung organisiert, werden Religionen zunehmend zur Begründung von Gewalt und Krieg benutzt und so politisch instrumentalisiert. Dagegen gebe es in allen Glaubensrichtungen Schriften und Gebete, die zum Frieden aufrufen. Die Feier in der für Demokratie und Freiheit stehenden Paulskirche in Frankfurt wolle damit einen Kontrapunkt zu den aktuellen Diskussionen und Ereignissen in der Weltpolitik wie etwa den Konflikten im Nahen Osten setzen. Neben Texten aus den Schriften der Weltreligionen wird auch Musik erklingen. Zu hören ist der Chor der arabisch-evangelischen Gemeinde in Frankfurt und der Solosänger der Schalom-Singers Christoph J. Cojger.

Feier für den Frieden in der Paulskirche am Sonntag ist offen für alle

Die Feier findet anlässlich der vom Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau organisierten Ausstellung „Frieden geht anders“ statt, die noch bis zum 28. September in der Paulskirche besichtigt werden kann. Die Ausstellung und die Teilnahme an der Feier ist frei zugänglich. Ziel der täglich zwischen 10 und 17 Uhr geöffneten Wanderausstellung mit speziellen Schautafeln, Mediastationen und Exponaten ist es zu zeigen, dass auch mit gewaltfreien Methoden kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden können.

 

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