GOD@THE BAR

Gestern Abend waren wir zu einem besonderen Event in Syracuse eingeladen: GOD@THE BAR … weiterlesen

Ein Projekt initiiert von der lutherischen Kirche in Syracuse. Alle 14 Tage ein Abend in einer Kneipe gemütlich zusammen sitzen bei Bier und Kleinigkeiten zum essen und ein Thema diskutieren. Für die ersten 30 Besucher und Besucherinnen ist ein Freibier angekündigt. Zunächst sind 4 Abende als Pilotprojekt vorgesehen. Man will damit Menschen an ungewohnten Orten erreichen.

Der gestrige Abend war in dem irischen Pub Kitty Hoynes geplant und stand unter dem Thema „Beten / Gebet“. Als wir den Pub erreichen, finden wir auf dem Werbeplakat den Hinweis, dass der Ort in das gegenüberliegende Courtyard Hotel verlegt wurde – weil das Angebot so erfolgreich war und man mehr Raum benötigte als der Inhaber des Pubs zur Nutzung bereitstellen wollte. Der Ortswechsel führte allerdings dazu, dass die Erwartungen – zumindest unsere – etwas entäuscht wurden. Die erwartete Baratmosphäre fehlte, da das ganze in einem kleinen Konferenzraum des Hotels stattfand. Obwohl wir zeitlich knapp kamen, profitierten wir von dem angekündigten je einen Freibier für die ersten 30 Besucher und Besucherinnen. Der Ablauf des Abends war klar strukturiert: 20 Minuten Vortrag von Jim Krisher, Leiter des Spiritual Renewal Center in Syracuse – wie wir später erfahren, eine ökumenische Einrichtung mit starken katholischen Bindungen -, 20 Minuten Gespräch in Kleingruppen am Tisch, 10 Minuten Antworten auf Fragen aus dem Plenum. Auf die Einhaltung der angekündigten Zeitfenster wird streng geachtet und mit Begrüßung und Mitteilungen am Ende ist das Ganze pünktlich um 20 Uhr zu Ende. Inhaltlich geht es ausschließlich um das persönliche Gebet als Kommunikation mit Gott. Neben einem monologischen und einem dialogischen Verständnis von Gebet, ist für den Referenten „beeing aware of the presence of God“ der eigentliche Kernpunkt seines Gebetsverständnisses.

In einem kurzen Gespräch mit dem Veranstalter am Ende des Treffens wird deutlich, dass das Angebot zwar gut angenommen wird, aber nicht sein eigentliches Ziel erreicht. Wollte man gemeindeferne Menschen erreichen, so stellt sich auch an diesem Abend heraus, dass es fast ausschließlich Gemeindeglieder aus verschiedenen Denominationen sind, die an diesem Abend gekommen sind.

 

Am Vormittag hatten wir ausführliche Gespräche in der Kirchenverwaltung der UCC New York Conference in Syracuse.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen unter anderem die bisherigen und die geplanten Jugendaustauschprogramme, das Angebot für Vikare und Vikarinnen aus der EKHN für einen einjährigen Aufenthalt in der UCC, das Projekt eines englischsprachigen Gemeindeangebotes der EKHN in Wiesbaden, das von Rosalind Gnatt – Pfarrerin der UCC – gegenwärtig begleitet wird und die Möglichkeit die Programme der UCC in Nicaragua für Teilnehmende aus der EKHN zu öffnen wie umgekehrt das Dreimonatige Studienprogramm der EKHN an der Near East School of Theology in Beirut für Teilnehmende aus der UCC New York Conference.

 

Rudolf Bultumann lehrte in seinem Ruhestand im Rahmen eines Gastsemesters an der Syracuse University. Dies kam auf Vermittlung seiner Tochter zustande, die bis heute in Syracuse lebt und Bibliothekarin an der Universität war. Bei einem Besuch der Bibliothek am Nachmittag erhalten wir eine private eine Einführung in die beeindruckende Sammlung von Manuskripten, Schriften und Briefen Bultmanns. Darunter befinden sich auch handschriftliche Noitzbücher Bultmanns aus seiner Studienzeit in Heidelberg.

 

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