Wir trauern um unseren ehemaligen Leiter Karl-Heinz Dejung

Am vergangenen Wochenende ist unser ehemaliger Leiter des Amtes für Mission und Ökumene und Zentrums Ökumene Karl-Heinz Dejung nach schwerer Krankheit verstorben. Wir trauern um einen profilierten Ökumeniker und einen verantwortungsbewussten und immer zum Dialog bereiten Leiter.

Im Weiteren die Pressemitteilung der EKHN und des Zentrums Oekumene … weiterlesen …

Karl-Heinz Dejung im Alter von 75 Jahren gestorben

EKHN trauert um große Persönlichkeit der weltweiten Ökumene

Mainz/Darmstadt, 19.Juli 2016. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau trauert um Dr. Karl-Heinz Dejung, langjähriger Leiter des Zentrums Ökumene. Dejung starb in der Nacht von Samstag, den 16. auf Sonntag, den 17. Juli in Mainz im Alter von 75 Jahren. Kirchenpräsident Volker Jung bezeichnete ihn als „große Persönlichkeit der weltweiten Ökumene“. Der Verstorbene habe „viele Jahre lang den ökumenischen Kurs der EKHN maßgeblich mit bestimmt und dabei seinen großen Erfahrungsschatz in unsere Kirche eingebracht. Im persönlichen Kontakt war er freundlich, zugewandt, stets dialogfähig und verband dies mit einer klaren friedensethisch profilierten Haltung.“

Detlev Knoche, der heutige Leiter des Zentrums Oekumene, betonte Dejungs persönliche Glaubhaftigkeit: „Sein persönlicher Einsatz für den Frieden bei den Blockaden der Cruise-Missiles-Station 1987 in Hasselbach/Pfalz und an seine langjährige regelmäßige Mitarbeit im Mainzer Weltladen haben sein Reden und Handeln glaubhaft gemacht. Er hat eine belastbare Brücke zwischen seiner Kirche und vielen friedenspolitischen Aktions- und entwicklungspolitischen Basisgruppen geschlagen.“

Zu Dejungs Themen gehörten der Kampf gegen das Apartheitsregime in Südafrika, das Engagement für Frieden und Abrüstung, der Dialog mit der Pharmaindustrie, nachhaltige Entwicklung, eine „Ökonomie des Genug“ und ethisch verantwortbare Prinzipien für die Finanzanlagen der Kirchen.

Der im März 1941 in Dienheim bei Mainz geborene Dejung studierte von 1961 bis 1966 Theologie in Mainz und Heidelberg. 1969 wurde er Pfarrer der EKHN. Gleichzeitig arbeitete er in die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg (FEST) mit, später engagierte er sich beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf für das Programm „Ecumenical Research Exchange“ in Rotterdam. Mit seiner 1973 erschienen Dissertation „Die Ökumenische Bewegung im Entwicklungskonflikt 1910-1968“ arbeitete Dejung heraus, wie die Menschen in den einstmaligen Missionsgebieten von Objekten der Mission zu handelnden Subjekten in der ökumenischen Bewegung wurden. Von 1978 bis 1995 gehörte Dejung dem Leitungsteam des Seminars für Kirchlichen Dienst in der Industriegesellschaft der Gossner Mission in Mainz an. Dann wurde er Leiter des Amtes für Mission und Ökumene. Er entwickelte daraus das heutige Zentrum Oekumene der EKHN mit den Fachbereichen Entwicklung und Partnerschaft, Zeugnis und Dialog, Frieden und Konflikt sowie Bildung und Begegnung. Dabei legte er auch die Grundlage für den heute besonders wichtigen Interreligiösen Dialog. 2004 trat Dejung in den Ruhestand, engagierte sich aber weiterhin mit Vorträgen, Predigten und Vorlesungen am theologischen Fachbereich der Universität Mainz für die Ökumenische Bewegung und ihren Konziliaren Prozesses für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.

Die Trauerfeier findet am Mittwoch, den 27. Juli, um 13 Uhr auf dem Hauptfriedhof in Mainz statt.


 

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