EMS beglückwünscht die neue Leitung der 4-Millionen Kirche von Südindien

P R E S S E M I T T E I L U N G

„Bitte helfen Sie Kirchen in Deutschland dabei, sich für Fremde zu öffnen.“

(Stuttgart, 14.01.2014) „Wir beglückwünschen den neuen Leitenden Bischof der Kirche von Südindien, Dr. Govada Dyvasirvadam, und ihren neuen Generalsekretär Dr. Daniel Sadananda, und bitten Gott um seinen Beistand für sie“, so Pfarrer Jürgen Reichel, Generalsekretär der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) in seinem Grußwort bei der feierlichen Einführung der beiden Würdenträger am 14. Januar 2014 im indischen Vijayawada.

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Zurück in Frankfurt

Flughafen Mumbai in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Grosse Betriebsamkeit vor dem Terminal. Viele internationale Flüge kommen in der Nacht an oder fliegen ab. Die Lufthansa Maschine nach Frankfurt um 3:15 Uhr. Ein letztes Bild: das Ehepaar hat sich noch mal schlafen gelegt; sie erwarten ihren Sohn am frühen Morgen. Um als Abholer ins Terminal zu kommen, müssten sie 140 Rupien (etwa 2 €) zahlen. Der Lärm, die Menschen, das Hupen der Autos scheint sie nicht zu stören. Inder können scheinbar überall schlafen.

Neue Kirchenleitung der CSI gewählt

Die Delegierten haben mit grosser Mehrheit die neue Kirchenleitung gewählt. Unsere herzlichsten Glückwünsche gehen an den Bischof unserer Partnerdiözese Krishna Godavari, Dr. Dyvasirvadam als den neu gewählten Moderator!

Ferner wurden gewählt als Deputy Moderator Bischof Thomas K. Oommen (Madhya Kerala Diocese), als Generalsekretär Pfr. Dr. Daniel Rathnakara Sadananda (Universität Mangalore) und als Treasurer Rechtsanwalt Robert Bruce.

Einen herzlichen Glückwunsch aus der EKHN an die neu gewählte Kirchenleitung und Gottes Segen für ihre Amtszeit!

Tee – Gewürze – Kaffee und die monatliche Versammlung der Pfarrer

Der Morgen begann mit dem montalichen Treffen der Pfarrer der Diözese in Melukavumattom. Die 60 Pfarrer der Diözese – Pfarrerinnen gibt es noch nicht – kommen imm am zweiten Dienstag zusammen. diesen Monat wurde das Treffen vorgezogen, da nächste Woche die Synode der Südindischen Kirche tagt und der Bischof nicht da ist. Etwa 2/3 waren gekommen – manche von weit her. Die längste Anreise hat der Kollege mit 3 Stunden Busfahrt. Das ist schon erstaunlich, was die Kollegen an Mühen auf sich nehmen. Das ganze fängt auch entsprechend indisch an: es wird gesungen und gebetet und bis 11 Uhr sind dann die meisten da ( es sollte um 10 Uhr beginnen). Spontan bittet mich der Bischof um eine kurze Predigt – über die Kraft des Gebetes habe ich nachgedacht und über meine Erfahrung in der Erkrankung im letzeten mich in Gebeten getragen zu wissen. Auch hier hat man bei vielen Zusammenkünften für mich gebetet; das hat mir der Bischof immer wieder versichert.

Am Nachmittag ging es dann in die Tea Estates – der eigentlich Anlass meines Kurzbesuches. Seit 5 Jahren fördert die EKHN ein Projekt in den Teeplantagen. Nachdem der Presi für Teepulver auf Grund der Konkurrenz aus Malaysia und Indonesien so stark gefallen war, sind auch die Einkommen der Tagelöhner_innen stark gesunken. Viele konnten sich weder Schule für ihre Kinder, Medizin und das notwendigste für den Tagesbedarf leisten. Damals ist das Projekt entstanden mit den folgenden Schwerpunkten:

  • Versorgung der Kleinkinder mit ausreichend Nahrung;
  • Ermöglichung des Schulbesuches
  • Einkommensschaffende Maßnahmen (Kerzen- und Seifenproduktion; Ausbildung zur Schneiderin oder zum Automechaniker).
  • Mikrokredite

Aktuell gibt es Projekte in 30 Sangams mit je 20 Familien. Der Wunsch ist groß, dass das Projekt noch mal 2 Jahre weiterlaufen kann. Ein entsprechender Antrag wird kommen. Die Einkommensituation hat sich zwar etwas verbessert, aber nicsht grundlegend. Die Tea Estates sind jetzt dazu übergegangen nicht nur Tee herzustellen, sondern erweitern ihre Produktpalette um Kardamom, Pfeffer, Kaffee, Muskatnüsse und Nelken. Damit sind sie nicht nur alleine vom Teepreis abhängig. Manche versuchen auch ihre eigene Marke auf den Markt zu bringen; damit erhöht sich das Einkommen deutlich, weil die enormen Gewinne der Zwischenhändler wegfallen. Auch wird es ein Stück maschineller: die Teeplantagen werden jetzt in Reihen gepflanzt, die man mit einer kleinen Schneidemaschine besser ernten kann.