Verheerende Überschwemmungen in Partnerkirche

Seit einigen Tagen erreichen uns Nachrichten über verheerende Überschwemmungen in der indonesischen Partnerkirche auf der Insel Sulawesi. Die „GMIM“ unterstützt Betroffene vor Ort bereits mit Nahrung und Nothilfepaketen. Die Situation ist „katastrophal“ und Kirchenvertreter befürchten darüber hinaus eine starke Corona-Ausbreitung durch mangelnde Hygiene. Die EKHN ruft zu Spenden auf!

Spendenkonto
Evang. Kirche in Hessen und Nassau
IBAN: DE27 5206 0410 0004 1000 00
Verwendungszweck: „Katastrophenhilfe GMIM“

Fürbitte für die Opfer der Flutkatastrophe
Gott, du Zuflucht aller, die dich suchen,
schenke den Menschen in Indonesien, die unter den verheerenden Überschwemmungen leiden und denen,  die ihre Angehörige verloren haben, deine Kraft und deinen Beistand, die schwierige Situation zu überstehen.
Wir beten für alle, die ihr Hab und Gut verloren haben, dass sie Versorgung und Schutz finden. Bewahre die betroffenen Menschen vor Epidemien.
Stärke uns, dort zu helfen, wo wir Leid lindern können.
Mach uns sensibel für die Wunden der Erde und gib uns den Mut zur Umkehr, dass wir unseren Lebensstil im Interesse deiner Schöpfung gestalten. 
(Johny Thonipara)

In dem Spendenaufruf und der Presseerklärung der EKHN heißt es:

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) bittet um Hilfe für die von starken Unwettern betroffene indonesische Partnerkirche auf der Insel Sulawesi. Sie stellte bereits 10.000 Euro Soforthilfe für die Evangelische Kirche in Minahasa (GMIM) bereit, teilte EKHN-Ökumenereferent Detlev Knoche am Montag (25. Januar) mit. Die GMIM helfe Menschen in dem Unglücksgebiet unter anderem mit Nahrung, Nothilfepaketen und Geldspenden für die Beseitigung von Schäden an den Häusern. Gemeindeglieder und Handwerkern seien gebeten worden, bei Reinigungs- und Aufräumarbeiten mitzuhelfen und ihr Knowhow zur Verfügung zu stellen.

Auch Kirchengebäude beschädigt 

Durch Überschwemmungen und Erdrutsche waren nach Informationen des Frankfurter Zentrums Oekumene in den vergangenen beiden Wochen mindestens zehn Menschen in der Region getötet worden. Tausende seien in Nord-Sulawesi obdachlos geworden. Viele müssten evakuiert werden, vor allem Ältere und Kinder. An vielen Stellen fehle es zudem an Trinkwasser. Auch Kirchengebäude der GMIM seien beschädigt worden und stünden unter Wasser.

Lage vor Ort ist katastrophal  

Der Propst für Rheinhessen, Klaus-Volker Schütz, der persönliche Kontakte zu Pfarrerinnen, Pfarrern und Gemeinden der GMIM pflegt, beschreibt die Lage an vielen Stellen als „katastrophal“. Das Ausmaß der materiellen Schäden sei noch nicht abzusehen. Der Kirchenpräsident der GMIM, Hein Arina, befürchte zudem, dass sich infolge der Naturkatastrophe und der schlechten hygienischen Bedingungen das Coronavirus verstärkt ausbreite und die Lage noch verschlimmere.

Foto: GMIM | Zentrum Oekumene

Hintergrund

Die Insel Sulawesi erlebt zunehmend die Folgen der Klimaveränderungen und wird immer wieder von heftigen und andauernden Regenfällen und starken Stürmen heimgesucht. Die Ursachen liegen laut indonesischen Meteorologen am Wetterphänomen El Nino, das entweder zu extremer Trockenheit oder extremen Regenfällen und Stürmen führt.

Seit 1986 besteht eine Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (Propstei Rheinhessen und Nassauer Land) und der Christlich-Evangelischen Kirche in der Minahasa (GMIM). Die GMIM ist eine der größten und ältesten Kirchen Indonesiens. Ihr gehören rund 70 Prozent der Bevölkerung des Minahasa-Gebiets an. Die GMIM setzt mit einer christlichen Universität, zahlreichen Krankenhäusern und Polikliniken, Schulen, Kinderheimen und Dorfentwicklungsprogrammen wesentliche Akzente in der gesamten Region. Die Partnerschaftsarbeit wird von einem Partnerschaftsausschuss koordiniert und begleitet.

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