Erinnerungen an das Vernichtungslager Malyj Trostenez

m vergangenen Jahr am 29. Juni wurde die NS-Gedenkstätte „Malyj Trostenez“ im Wald von Blagowschtschina bei Minsk im Beisein des Deutschen und des Österreichischen Bundespräsidenten sowie hochrangiger Vertreter aus Polen und Tschechien eröffnet.  Am diesjährigen Holocaust Gedenktag brachte hr2 eine Sendung zu der Gedenkstätte. Darin wurde auch das Engagement der EKHN für diese Gedenkstätte  und für eine europäische Erinnerungskultur gewürdigt.Malyj Trostenez war zwischen 1942 und 1944 die größte nationalsozialistische Vernichtungsstätte auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion. Sie ist – wie viele andere Orte dort – in Deutschland und Europa als Stätte von NS-Gräueltaten bisher wenig bekannt. Opfer waren vor allem belarussische, österreichische, deutsche und tschechische Juden, Zivilisten, Widerstandskämpfer und Partisanen. Die Zahl der Ermordeten geben Historiker mit mindestens 60.000, möglicherweise über 200.000 Menschen an.

Kirchenpräsident Jung (EKHN) und Präses Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen) bei der Eröffnung der Gedenkstätte (Bild: D.Knoche)

Schon früh setzte sich die EKHN für die Errichtung dieser Gedenkstätte mit ein und im Rahmen von Besuchen 2014 und 2015 konnte ich die Entstehung der Gedenkstätte verfolgen und im vergangenen Jahr mit Kirchenpräsident Volker Jung an der Eröffnung am 29. Juni teilnehmen.

Malyj Trostenez ist heute ein Gedenk-Ort der Aussöhnung und Verständigung. Darüber berichtet Irene Dänzer-Vanotti in der Sendung „Erinnerung als Ansporn – Wie das Gedenken an Verbrechen des NS-Russlandkrieges für die Zukunft wirkt“ aus Anlass des diesjährigen Holocaust Gedenktages in hr2.

Hier geht es zum Podcast von hr2 (Autorin: Irene Dänzer-Vanotti; Veröffentlicht am 27.01.2019 um 10:30 Uhr; Quelle: © Hessischer Rundfunk):

https://www.hr2.de/literatur/hoerspiel-feature/camino/camino—religionen-auf-dem-weg–erinnerung-als-ansporn,epg-camino-304.html

Über das Vernichtungslager findet gegenwärtig eine Ausstellung in Frankfurt statt. Die zweisprachige Wanderausstellung (deutsch/ russisch) wird vom 26. Januar bis 17. März 2019 im Institut für Stadtgeschichte im Karmeliterkloster, Münzgasse 9, in Frankfurt gezeigt. Hier ein Link zur Ausstellung:

https://ibb-d.de/events/wanderausstellung-vernichtungsort-malyj-trostenez-geschichte-und-erinnerung-in-frankfurt/

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