Angekommen in Saint-Jean-Pied-de-Port

Am späten Nachmittag habe ich nun das Ziel mit dem Motorrad erreicht. Jetzt heißte es umsteigen auf die eigenen Füße und Gepäck neu sortieren.

Die Strecke von Condom nach Saint-Jean-Pied-de-Port sind wir 2017 gepilgert. In meiner Erinnerung war es damals so warm wie heute. Das Thermometer ist auf 34 Grad gestiegen. In kleinen Dörfern kreuzt immer mal der Jakobsweg und die Pilger beleben die Dörfer. Ein kurzer Stop in Nogaro lädt ein zum Besuch des Wochenmarktes. Die Preise für Obst und Gemüse sind ähnlich wie auf dem Gießener Wochenmarkt. Die Käsestände bieten vor allem den lokalen Ziegenkäse in den unterschiedlichsten Reifegraten an.

Durch Zufall entdecke ich das alte Château de Morlanne aus dem 14. Jahrhundert. Besichtigen kann man es nicht, aber es lädt ein zur Mittagspause.

Etwa 80 km vor dem Ziel tauchen im Dunst die Gebirgszüge der Pyrenäen auf und werden immer prägnanter. Die kleinen Straßen sind heute manchmal eine Herausforderung und manchmal verpasse ich auch die kleine Abzweigung. Aber meine APP Outdooraktive führt mich wieder zurück. Damit hatte ich die gesamte Route geplant und sie ist sehr zuverlässig.

In Saint-Jean-Pied-de-Port beginnt nun der Camino Frances mit dem Ziel Santiago de Compostela. Es ist ein sehr lebendiger Ort durch die vielen Pilger und Touristen. Interessanterweise sind auch viele Motorräder unterwegs. Nun bin ich gespannt, wie morgen der Umstieg auf die eigenen Füße klappt. Vor mir liegt die Überquerung der Pyrenäen und ich beginne mit einer kurzen Etappe von 8 km.

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