Estella-Lizarra – dankbar am Ziel angekommen

Am späten Nachmittag habe ich das mittelalterliche Städtchen Estella-Lizarra erreicht. Es war wohl eine sehr wichtige Stadt auf dem Jakobsweg und hat noch viele Monumente aus romanischer Zeit. Nun bin ich am Ziel meines diesjährigen Camino Francés angekommen. Damit liegen rund 120 km hinter mir. Ich bin dankbar für diese Tage auf dem Jakobsweg. Morgen geht es zurück zum Motorrad. Meine Füße werden es mir danken.

Der Weg heute führt teilweise über eine alte Römerstraße und ich habe den Eindruck, es waren noch die alten römischen Pflastersteine. Auf dem Weg liegt auch eine alte römische Brücke.

Die Landschaft ist sehr gebirgig und entsprechend sind wieder die Auf- und Abstiege. In der Ferne sind immer wieder Gebirgszüge zu sehen, die ich noch nicht ganz zuordnen kann. Ich werde langsamer und mache öfters eine Pause. Zum Mittagessen gibt’s eine herrliche Tortilla in dem kleinen Ort Lorca.


Am Ende waren es heute 436 hm nach oben und 360 abwärts.

Am Vormittag begegne ich zwei Frauen aus Schottland. Sie hören laut schottische Musik und manchmal tanzen sie dazu. Ich hole meine Kopfhörer raus und beginne auf dem Weg Musik aus meinen Jugendjahren zu hören: Cat Stevans, Leonhard Cohen, Donovan,  Neil Young. Die Lieder „Father and Son“, „Anthem“ mit der Zeile „There is a crack in everything, that’s how the light gets in“ und die LP „Harvest“ begleiten mich bis heute.

Morgen wird es ein ruhiger Tag und mein Blog macht erstmal Pause.

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