Muß das sein!?

Der Weg bietet immer wieder neue Herausforderungen. Nach einem langen Aufstieg waren es dann die 34% Gefälle über einen guten Kilometer der meine Füße und Zehen mehr als herausgefordert haben. Morgen müssen sie nochmal durchhalten und dann können sie ausruhen.

Zunächst zog sich der Weg über mehrere Kilometer von dem Zentrum Pamplonas bis zur Stadtgrenze. Großstädte sind für Pilger immer wieder eine Herausforderung. Kurz vor dem Verlassen der Stadt führt der Weg an der Universidad de Navarra vorbei. Sie wurde 1952 von St. Josemaria Escrivá de Balaguer gegründet, der bereits 1928 Opus Die mit einer erzkonservativen politischen Ausrichtung gegründet hatte. Bis heute ist Opus Dei auch innerhalb des Katholizismus sehr umstritten.

Auf dem Weg komme ich immer wieder an schönen Kirchen vorbei. Leider sind sie alle geschlossen. Lediglich die Kathedrale in Pamplona – allerdings nur gegen Eintritt – konnte ich besuchen und heute eine kleine Kirche in Zariquiegui, die als Pilgerstation geöffnet war.

Die Landschaft verändert sich. Es wird karger, die Felder sind abgeerntet und es gibt wenig Wälder. So verläuft der Weg oft in der Sonne. Zum Glück steigen die Temperaturen erst am Nachmittag und nicht über 30 Grad. Kurz vor meinem Ziel Puente La Reina komme ich durch erste Olivenhaine, Weinberge und Gemüsegärten.

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